Foto: Wilhelm Reinke

Projekte

Zwischen Schwestern & Söhnen

„Wir haben gelernt nett zu sein und die Bedürfnisse anderer Menschen vor die eigenen Bedürfnisse zu stellen.Wir haben gelernt, uns eher zurückzunehmen und bei Gesprächen lieber den anderen den Vortritt zu lassen. Wir haben gelernt, dass wir unsere Karriere hinter die Familienplanung stellen sollen. Wir haben gelernt, dass unsere Arbeit unsichtbar bleibt. 


Wir haben gelernt,

dass wir Töchter sind.“

In der Theaterperformance „Zwischen Schwestern & Söhnen“ setzen sich die drei Performer*innen von rio.rot mit den erlernten Rollen von Töchtern und Söhnen auseinander und thematisieren mit überdimensionalen Bauklötzen in öffentlichen Familienräumen ihre Positionen als Schwestern. Ein wesentlicher Bestandteil der Theaterperformance sind Interviews mit Töchtern und Söhnen.


Diese Produktion ist Teil der deBühne-Reihe vom Theaterhaus Hildesheim.

Konzept und Performance: rio.rot, Anna Konrad, Sophie Bothe, Catharina Koch

Bühnenbild: Jonas Gorath

Flyer und Plakat: Nele Rennert


Gefördert durch das Theaterhaus Hildesheim, die Stiftung Niedersachsen, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Landschaftsverband Hildesheim, die Friedrich-Weinhagen-Stiftung, die Heinrich-Damman Stiftung, die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, die Stadt Braunschweig, die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, die GO20-Kita Hildesheim und den Brunotteschen Hof Wallenstedt.

Vater.Rollen

"60% der Eltern mit Kindern unter drei Jahren fänden es ideal, wenn sich beide Partner gleichermaßen in Beruf und Familie ein bringen könnten. Tatsächlich verwirklicht wird ein partnerschaftliches Modell jedoch nur von einer Minderheit von 14%." (Väterreport 2018)

 

In unserer Arbeit "Vater.Rollen" betrachten wir die Vorstellungen und Wünsche zum Familienleben von kinderlosen Männern unserer Generation. In Gegenüberstellung zu unseren eigenen Empfindungen suchen wir nach möglichen Ursachen für die Diskrepanz aus dem oben genannten Zitat. 

"Drei junge Frauen, drei Autosessel und eine große Frage: „Vater.Rollen“ ist die Suche nach einer eigenen Positionierung in einer Zeit, in der genderpolitischer Anspruch und gesellschaftliche Wirklichkeit oft weit auseinanderklaffen. Durch das amüsante Spiel mit verschiedenen Perspektiven gelingt es den Performer*innen, Fragen aufzuwerfen, die lange nachwirken. Gerade das beiläufig Erzählte eröffnet erschreckend tiefe Einblicke in bis heute patriarchal geprägte Fami-lienstrukturen." (BEST OFF - Jury Kommentar 2020)

Konzept und Performance: rio.rot, Anna Konrad, Sophie Bothe, Catharina Koch

Technische Unterstützung: Jonas Gorath und Rasmus Huxhagen

Weitere Performer: Joshua Beck, Julius Brockmann und Lennart Dullin

lunatic Festival in Lüneburg

Im Juni 2018 waren wir ein Teil des lunatic Festival in Lüneburg! 


Dafür wurde unsere Site-Specific-Performance "WAS MAN(N) NICHT SIEHT" an den Lüneburger Campus angepasst, sodass die Festival Besucher*innen über das Gelände in unserem roten Auto geschoben werden konnten.


Wir danken dem lunatic Team und den Besucher*innen für das wundervolle Feedback und für die vielen Tränen.

WAS MAN(N) NICHT SIEHT

Wir sind Frauen.

Wir sind jung und noch kinderlos

und sind selber Kinder unserer Mütter.

Wir schätzen die Leistung unserer Mütter. Aber was bedeutet es eigentlich

eine Mutter in unserer heutigen

Gesellschaft zu sein? 


Das war die Ausgangsfrage, der wir drei jungen Frauen, als Kollektiv rio.rot, auf den Grund gegangen sind. 


Im Zentrum der Performance steht ein rotes Auto, das von uns angetrieben und umspielt wird. Das Publikum sitzt dabei im Inneren des Autos und übernimmt die Führung.

WAS MAN(N) NICHT SIEHT ist eine Site-Specfic-Performance, dessen Grundlage 47 Interviews mit Frauen sind. Das Insitut für Performative Künste und Bildung wertete 2017 diese Arbeit als herausragend.